FAQ
Die FAQ sollen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Fragen von Nutzern oder Kunden verschaffen und diese zentral an einem Ort beantworten.
Wie bestimmen sich die Preise für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserbeseitigung?
Die Gebühren für den Wasserverbrauch sowie die Abwasserentsorgung bestimmen sich grundsätzlich nach dem durch den Wasserzähler ermittelten Wasserverbrauch (brutto 2,28 €/m³ Wasser und 3,32 €/m³ Kanal). Hinzu kommt eine Grundgebühr von mindestens 51,36 Euro pro Jahr brutto je Zähler (abhängig von der Zählergröße). Gemäß Kommunalabgabengesetz (KAG) werden die Gebühren im Zuge einer Gebühren- und Beitragskalkulation spätestens alle 4 Jahre neu kalkuliert. Bei dieser Kalkulation werden die Aufwendungen und Erträge der vergangenen Kalkulationsperiode und die Planwerte für die folgenden 4 Jahre berücksichtigt.
Was ist der Unterschied zwischen Gebühren und Beiträgen?
Beitrag = Kostenbeteiligung zur Deckung des Investitionsaufwandes für die Herstellung, Anschaffung, Erweiterung und Erneuerung der Wasserversorgungs- sowie Entwässerungseinrichtung im Versorgungsgebiet des WZV. Die Beitragserhebung erfolgt im Gegensatz zu der Gebühr einmalig und unabhängig von der entnommenen Wassermenge / eingeleiteten Abwassermenge.
Gebühr = Kostenerhebung für Betrieb und Unterhalt der Einrichtung für die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung. Für die Benutzung der Einrichtungen werden jährlich Gebühren erhoben. Beim Wasser gibt es eine Grund- und Verbrauchsgebühr, beim Abwasser ebenfalls eine Grundgebühr sowie eine Einleitungsgebühr für Abwässer. Die Grundgebühr bezieht sich jeweils auf die Bauart und den Durchfluss des verwendeten Wasserzählers, die Verbrauchs- und Einleitungsgebühr auf die Menge des entnommenen Wassers bzw. auf die Menge des zugeführten Abwassers.
Wo und wie melde ich Störungen bei der Wasserversorgung bzw. Abwasserentsorgung?
1. Störungsstelle kontaktieren: Der Würmtal-Zweckverband (WZV) hält, auch an Wochenenden und Feiertagen 24/7 eine Rufbereitschaft unter +49 171 38 09 857 vor. Der WZV ist nur für Störungen zuständig, die vor der Übergabestelle (Wasserzähler) auftreten, nicht für Störungen in der Hausinstallation, z.B. undichte Spülkästen, laufender Wasserhahn.
Handelt es sich um eine Störung im Abwasserbereich, die sich auf Privatgrund und nicht im öffentlichen Straßenraum befindet, wenden Sie sich bitte direkt an eine entsprechende Fachfirma. Die Rufbereitschaft ist in diesem Fall nicht zuständig.
2. Wichtige Informationen bereithalten: Name, Adresse, Telefonnummer und genaue Beschreibung der Störung (kein Wasser, Druckabfall, Rohrbruch vor dem Wasserzähler etc.)
Was ist ein Spartenplan?
Bei einem Spartenplan handelt es sich um einen Plan im Maßstab 1:100 des gesamten Buchgrundstückes inkl. des Kellergeschossgrundrisses, in dem alle vorhandenen und geplanten Sparten eingezeichnet und zueinander vermaßt sind. Ebenfalls einzutragen sind die Lage des Wasserzählers, alle Lichtschächte sowie alle vorhandenen und zu pflanzenden Bäume. (Muster Spartenplan Keller / Muster Spartenplan Schacht)
Wie bekomme ich einen Trinkwasseranschluss?
Für den Erhalt eines Trinkwasseranschlusses ist die Antragstellung auf Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung erforderlich. Das Formular für den Wasseranschluss finden Sie hier.
Was kostet ein Trinkwasseranschluss?
Die Berechnung der Kosten erfolgt nach tatsächlichem Aufwand. Die Kostengrundlage bildet das Auftragsverhältnis mit der ausführenden Fachfirma. Die Arbeiten werden nach den strengen Regularien des öffentlichen Vergaberechts ausgeschrieben und vergeben.
Muss ich den Trinkwasseranschluss selbst bezahlen?
Die Kosten für den Teil des Anschlusses auf öffentlichem Grund werden in der Regel vom WZV getragen; die Kosten für den Teil des Anschlusses auf Privatgrund trägt der Anschlussnehmer. Insbesondere in folgenden Fällen sind sämtliche Kosten vom Anschlussnehmer zu übernehmen:
- Es wird ein zusätzlicher Grundstücksanschluss beantragt.
- Es wird eine Änderung des bestehenden Grundstücksanschlusses beantragt.
Wie lange dauert es bis man einen Trinkwasseranschluss bekommt?
Nach Antragstellung und vollständig vorliegenden Wasserantragsunterlagen wird dieser vom WZV geprüft. Nach erteilter Genehmigung kann mit einer Vorlaufzeit von ca. 6-8 Wochen ein Termin mit dem WZV vereinbart werden.
Wann wird der Wasserzähler montiert?
Nach Fertigstellung der Trinkwasseranlage ist das ausgefüllte Formular „Fertigmeldung zum Einbau des Wasserzählers“ an den WZV zu senden. Im Anschluss kann mit einer Vorlaufzeit von ca. 2-4 Wochen ein Termin für den Wasserzählereinbau vereinbart werden.
Wie funktioniert der Zählerwechsel?
1. Ankündigung des Wechsels. Der WZV informiert die Eigentümer schriftlich über den geplanten Wasserzählerwechsel und bittet um Rückmeldung zur Terminvereinbarung.
2. Vorbereitung des Wechsels durch den Kunden. Der Zugang zum Wasserzähler muss gewährleistet sein (ca. 1m Platz vor/seitlich des Wasserzählers).
3. Austausch des Wasserzählers durch den Monteur des WZV. Die Wasserzufuhr vor und hinter dem Wasserzähler wird während des Wechsels abgesperrt. Geräte, die Wasser benötigen (Wasch-, Spülmaschine etc.), dürfen währenddessen nicht benutzt werden. Der Monteur notiert und dokumentiert den alten Zählerstand mit einem Foto und entfernt diesen. Der neue Zähler wird montiert und mit geöffneten Absperrventilen auf Dichtheit überprüft. Der neue Zählerstand wird notiert und mit einem Foto dokumentiert.
4. Bestätigung durch den Kunden. Der Kunde bestätigt den Zählerwechsel und die Kenntnisnahme beider Zählerstände per Unterschrift.
Was ist eine Grundstücksentwässerungsanlage?
Hierbei handelt es sich um die Abwassereinrichtungen innerhalb eines Grundstücks einschließlich des ersten Kontrollschachts, die der Ableitung des Schmutzwassers (kein Regenwasser) dienen.
Was ist ein Dichtheitsnachweis?
Auf Grundlage des Wasserhaushaltsgesetzes sehen die Entwässerungssatzung des WZV und die allg. anerkannten Regeln der Technik regelmäßig wiederkehrende Dichtheitsprüfungen vor. Hierbei wird geprüft, ob die vorhandenen erdberührten Schmutzwasserrohrleitungen sowie die zur Grundstücksentwässerungsanlage gehörigen Abwassereinrichtungen luft- und wasserdicht sind. Dies ermöglicht die Gewährleistung eines dauerhaft guten technischen Zustandes der Grundstücksentwässerungsanlage. Die Ausführung der Dichtheitsprüfung muss durch eine Fachfirma in Anwesenheit des WZV erfolgen. Der Nachweis der Dichtigkeit erfolgt via Druckprüfung mit Wasser oder Luft. Die Verantwortung für die Durchführung der Prüfung und folglich auch für die Erbringung des Dichtheitsnachweises liegt beim Grundstückseigentümer wiederkehrend alle 25 Jahre nach erstmaligem Nachweis.
Was ist ein Kontrollschacht / Übergabeschacht - wozu dient er?
Der Kontrollschacht /Übergabeschacht (Revisionsschacht) ist der erste, auf dem Privatgrundstück befindliche Schacht nach der öffentlichen Grundstücksgrenze, der den Revisionsarbeiten der Abwasserleitungen dient. Von diesem Schacht aus werden Inspektionen, Reinigungsarbeiten und Dichtheitsprüfungen durchgeführt. Der Kontrollschacht muss jederzeit frei zugänglich sein.
Warum haben Abwasserschächte auf der Straße Löcher im Deckel und warum dürfen die privaten Kontrollschächte keine Löcher im Deckel haben?
In den Schachtabdeckungen der öffentlichen Abwasserkanäle befinden sich Öffnungen, damit eine ausreichende Belüftung gewährleistet ist und dadurch gefährliche Situationen durch Gase bei Wartung und Unterhalt vermieden werden.
Klappernder Kanaldeckel stört - was kann ich tun?
Verunreinigungen, Abnutzungen, Schäden im Rahmen der Schachtabdeckung oder im Aufnahmerahmen des Schachtdeckels können dazu führen, dass der Deckel nicht mehr vollständig aufliegt und beim Überfahren durch Fahrzeuge klappert. Im Störfall können klappernde Schachtdeckel dem WZV mit einer genauen Lagebeschreibung gemeldet werden und der WZV kümmert sich um die Behebung.
Was ist ein Entwässerungsplan und wann ist dieser einzureichen?
Ein Entwässerungsplan bezeichnet einen Teil der Planung beim Bau eines Hauses. Er beinhaltet alle wichtigen Angaben/Daten für die Entwässerung eines Gebäudes oder eines Grundstücks. Gemäß § 11 der Entwässerungssatzung des WZV ist ein Entwässerungsplan vor der Herstellung oder Änderung der Grundstücksentwässerungsanlage einzureichen.
Welche Stoffe darf ich über das häusliche Abwasser entsorgen und welche nicht? Wo finde ich hierzu weiterführende Informationen?
Im Rahmen der häuslichen Abwasserentsorgung darfin die öffentliche Kanalisation ausschließlich Schmutzwasser eingeleitet werden. Der Paragraph § 16 der Entwässerungssatzung des WZV regelt die zulässigen und verbotenen Einleitungen in das Abwassernetz des WZV. Dazu gehören beispielsweise Küchenabfälle, Kühlwasser oder Problemabfälle.